Ich denke, also bin ich!

Am 9.11 war es soweit: nach drei Wochen des harten Arbeitens präsentierte die 9b ihr Theaterstück „Hirnlos“. Begleitet wurde das Projekt von den Theaterlehrern unserer Schule, Frau Mengelkamp und Herrn Wels.
Um 11.25 Uhr versammelten sich die 7., 8. Und 10.Klassen sowie die 9a in der Aula. In fünf Minuten sollte die Vorstellung für die Schule beginnen. Für die Schule? Es folgten noch zwei weitere Aufführungen, einmal am selben Tag um 19.00 Uhr wieder in der Aula und am darauffolgenden Dienstag um 18.30 Uhr in der Hansastraße 48.
Nun aber zurück zur Schulveranstaltung:
Während Herr Dittrich nur gelangweilt herumsaß, beruhigte Herr Langer alle Störenfriede auf seine gewohnt charmante Art. Frau Mengelkamp war sogar so aufgeregt, dass sie den planmäßigen Start um 11.30 Uhr um sieben Minuten verpasste.
Dann aber trat sie nach vorne. Sie erklärte schnell noch einmal die Theaterregeln, wies noch einmal auf die harte Arbeit hin und ließ dann das Stück beginnen. Schon in der ersten Szene wurde klar: Dies ist kein normales Theaterstück, dies wird ein sehr musikalisches Theater.
Elena spielte eine Frau mit Looked-in-Syndrom, eine Krankheit, bei der man, wie der Name schon sagt, in seinem Körper gefangen ist und sich nicht mehr bewegen kann. Sie erzählte, was sie doch alles früher so gerne gemacht hatte, bis zu ihrem schweren Autounfall. Dann sagte sie noch, dass sie das alles gerne wieder tun können würde. Und das wurde eindrucksvoll dargestellt: 12 andere Schauspieler taten immer das, was sich die Looked-in-Patientin so gerne wünschte.
Der Start war gelungen!

In der nächsten Szene ging es dann um Alzheimer. Zwei Damen in einem Pflegeheim spielten Schach, und auf einmal vergaß die eine welche Farbe sie spielte. Und ein anderes Mal, erkannte eine Frau ihre Tochter nicht wieder und dachte, ihr bereits verstorbener Mann lebe noch! Auch diese Rollen wurden fantastisch gespielt.
Dann kam der große Auftritt des Herrn Wels: Bei der nun folgenden Partyszene durfte seine Technik auf keinen Fall versagen, ansonsten war´s das. In der Partyszene ging es dann um Liebe und Kennenlernen. Außerdem wurde gesagt, dass das Gehirn bereits 7-10 Sek. bevor man mit dem Menschen gesprochen hat, weiß, ob man diese Person mag.
Während der Szene hatte Henry mit seinen „Ich habe Waschbrett“-Sätzen die Lacher auf seiner Seite.
Danach kam es zu einer Schulszene, wo der neue Schüler Herr Rötze vom sehr strengen, aber von Felix gut gespieltem Lehrer nur kurz angewiesen wurde, wo er sich hinzusetzen hatte und dann sofort ein Test geschrieben werden musste. Wie früher kam es während des Tests auch auf die Sitzhaltung an. Wenn einer einen Bleistift auf dem Tisch rollte, wurde dessen Arbeit sofort eingesammelt.
Diese Szene war hart und gleichzeitig witzig für die Lehrer. Wo wir schon bei den Lehrern sind: Außer Frau Kordes und Herrn Fährmann war tatsächlich das ganze Kollegium da, um sich dieses Stück anzusehen; ein sehr gutes Bild!
Auch große Lacher hatte Franziska bei ihrem Euphoria-Gesang. Und zwar, weil sie egal wer was zu ihr sagte sie immer weiter sang. Und sie sang gut!

Danach wurde das Publikum mit eingebunden: Es gab ein schwarzes und ein weißes Team, und man sollte die Ballwechsel des schwarzen Teams zählen. Danach wurde einem erzählt, dass währenddessen ein Affe durchs Bild gelaufen war. Das war natürlich kein echter Affe, sondern er wurde gespielt. Fast niemand hatte ihn mitbekommen.

Zum Schluss gab es noch eine Szene wo immer folgender Satz gesagt wurde:
Ich …, also bin ich!
Die drei wichtigsten waren:
Ich denke, also bin ich!
Ich spiele, also bin ich!
Ich sterbe, also bin ich!
Dann war das Stück vorbei!

Ich fand das Theaterstück sehr gut, fand aber auch, dass es zu viele unabgeschlossene Geschichten gab!

Mats.
8a, neuer Chefreadakteur

Dieser Beitrag wurde unter Lernwerft Aktuell abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *