„Imagine a Solar World“ – Lernwerft AG wird in Monaco ausgezeichnet

Im Sommer 2011 kam Jens Wartenberg im Rahmen der Projektwoche, in welcher auch Eltern Projekte anbieten konnten, die Idee der Konstruktion eines Funktionsfähigen Nachbaus der Turanor Planet Solar. Auch nach der Projektwoche trafen sich Jan Gaebel, Frederik Linssen, Greta Scholz, Luisa Tams, Thies Fronius und ich (Jens Ole Winters) eden Freitag um am Boot weiter zu bauen.

Das Team der Club Solarie (v.l. Greta Scholz, Marco Dittrich, Jens Ole Winters, Jens Wartenberg, Thies Frontius

Das Team der Club Solarie (v.l. Greta Scholz, Marco Dittrich, Jens Ole Winters, Jens Wartenberg, Frederick Linssen

Beim Bau traten eine Menge Probleme auf, wie z.B. verzogene Schwimmer, die Stabilität der Photovoltaik-Zellen, das Gewicht und die Gewichtsverteilung. Doch unser 7 Personen starkes Team fand immer wieder Lösungen. Nun näherten wir uns langsam einem funktionsfähigen Nachbau der Turanor Planet Solar.

Die Schwimmer und der Rumpf sind aus mit Glasfiber verstärktem Styropor. Die Photovoltaik-Zellen liefern mit 20 Watt genügend Leistung um die beiden bürstenlosen Motoren anzutreiben. Damit auch Nachtfahrten möglich sind, laden die Photovoltaik Zellen, wie auch bei dem Original, gleichzeitig zur Fahrt die Akkus auf.

Anfang 2012 fiel Jens Wartenberg dann ein Wettbewerb in die Hand und nach einigem hin und her beschlossen wir an dem Wettbewerb teilzunehmen. Dafür wurden einige bereits gemachte Fotos und Videoclips zusammengestellt und unsere erste richtige Probefahrt dokumentiert. Daraus bastelten Thies und Jens Wartenberg einen Clip, welcher eingereicht wurde.

Am Donnerstag, den 10. Mai tauchte dann eine Mail auf, in der es hieß, Clubp Solarie (Unsere AG) hätte den Wettbewerb gewonnen. Ein Vertreter sollte am folgenden Samstag nach Monaco fliegen um den Preis entgegenzunehmen. Also wurde ein Krisenstab abgehalten und entschieden, dass ich, Jens Ole Winters (Klasse 10) als Vertreter der Gruppe zur Preisverleihung fliegen sollte. Dann wurde viel hin und her telefoniert und schließlich ein Lastminute-Ticket gebucht.

Am 12. ging es dann los, vom Hamburger Flughafen nach Nizza, wo abgeholt und ins Hotel gebracht wurde. Dort konnte man sich etwas frisch machen, denn anschließend sollte es zur Turanor Planet Solar gehen. Also fuhren wir zum Solarschiff, wo eine Ausstellung zu Thema Solar aufgebaut war. Vielleicht haben einige von euch die Ausstellung besucht, als diese 2010 während der Kieler Woche, in Kiel war und die ersten Testfahrten der Planet Solar in der Kieler Förde zu beobachten waren.

Jens Ole Winters mit Prinz Albert II.

Jens Ole Winters mit Prinz Albert II.

Nach einer Stunde ging es in ein Zelt und einige Minuten später begann die Veranstaltung. Initiatoren, Manager und Finanziers hielten Vorträge über die Turanor Planet Solar. Doch aufgrund mangelnder Französisch-Kenntnisse waren diese für mich leider nicht zu verstehen. Nach anderthalb Stunden begann die Preisverleihung – erst für die Altersklasse 6-12 und anschließend für die Altersklasse 13-17. Einige Kinder wurden auf die Bühne gerufen, bekamen eine Urkunde und setzten sich wieder.

Plötzlich wurde es unruhig und ein Ring aus Journalisten kam in das Zelt. In der Mitte befanden sich Prinz Albert und seine Frau. Prinz Albert ging auf die Bühne und langsam kehrte wieder Ruhe ein. Er rief mich auf die Bühne und übergab mir die Urkunde, schüttelte meine Hand und fragte mich:


„ Why do you and your Team build a solar ship? “Ich antwortete:

“I am going to the Lernwerft. The Lernwerft is a Club of Rome school and the Club of Rome is standing for renewable energy. So we learn very much about renewable energy sources. So the Idea was near to build the ship”

Anschließend kam die Crew der Planet Solar ins Zelt und es gab tosenden Applaus. Sie erzählte ein wenig von ihrer Reise und zeigten eine Dokumentation ihrer Reise. Dieses Mal glücklicherweise auf Englisch.


Damit war die Preisverleihung zu Ende, es wurde mit Champagner angestoßen und es gab kleine Häppchen zur Stärkung. Bei dieser Gelegenheit kam ich ins Gespräch mit der Crew und einigen Gästen. Man fachsimpelte über die Vor-und Nachteile von diesem und jenem Schiffsschrauben-Typ und tauschte Kontaktdaten aus. Gegen zehn war die Veranstaltung zu Ende und es ging wieder ins Hotel.

Am nächsten Morgen ging es dann nach einem Frühstück und einer kleinen Stadtbesichtigung Monaco’s mit dem Bus nach Nizza. Mit dem Flugzeug ging es dann über Frankfurt zurück nach Hamburg und schließlich zurück nach Kiel.

 

Geschrieben von Jens Ole Winters (10a)
 
Informationen zur Turanor Planet Solar
Informationen zum Wettbewerb (auf französisch)
KN-Artikel zur Clubp Solar (Lernwerft Forum)

Organisatoren des Wettbewerbs

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